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Flyer EPDT 2019

Die Entwicklungspolitischen Diskussionstage (EPDT) 2019

Zum achtzehnten Mal werden die EPDT zu folgenden aktuellen entwicklungspolitischen Themenstellungen durchgeführt:

Im Norden verschwendet, im Süden verwendet -
Gefahren und Chancen des Exports von Elektroschrott

21.05.2019 (15.30 - 19.00 Uhr)

 

Ein Leben ohne Kühlschrank, Handy oder Laptop? Undenkbar in Zeiten fortschreitender Digitalisierung. Doch was passiert mit den Geräten, wenn sie kaputt oder veraltet sind? Das Thema Elektroschrott und der derzeitige Umgang damit sind noch unzureichend diskutiert. Laut des Global E-waste Monitors 2017 produziert jede/r Deutsche jährlich etwa 23 kg E- Schrott. Weltweit werden nur 20 % der ausgedienten Elektrogeräte formell recycelt, der Großteil gelangt als illegale Ware in Länder des Globalen Südens. Fernab vom Nutzungsland wird dort die Wertschöpfungskette durch Reparatur und Weiterverkauf ergänzt. Zehntausende Menschen zerlegen und verbrennen behelfsmäßig den verbleibenden E-Schrott auf Deponien, um die enthaltenen Wertstoffe zu extrahieren. Dies führt zu enormen Belastungen von Umwelt und Gesundheit durch z.B. verseuchte Böden und giftige Dämpfe. Trotzdem bieten diese Praktiken vielen Menschen eine Lebensgrundlage. Welche Chancen und Risiken birgt der Export von Elektro-Altgeräten in den Globalen Süden? Kann die Verwertung von Altgeräten dort nachhaltig gestaltet werden? Welche Verantwortlichkeiten ergeben sich für Produktion, Konsum, Staat und Entwicklungszusammenarbeit?

Beiträge von: Ellen Gunsilius (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)), Dr. Christian Hagelüken (Umicore AG & Co. KG), Andreas Manhart (Öko-Institut e.V.), Philipp Sommer (Deutsche Umwelthilfe e.V.)


Power to the Private Sector?
Die Rolle von Public-Private-Partnerships im afrikanischen Energiesektor

22.05.2019 (09.30 - 13.00 Uhr)

Zugang zu Energie ist eine zentrale Voraussetzung für Entwicklung. Doch in Subsahara-Afrika haben rund 60% aller Haushalte bis heute keinen Zugang zu Strom (IEA, 2014). Dies betrifft vor allem die ländliche Bevölkerung. Dabei verfügen afrikanische Länder über ein enormes Potenzial für den Ausbau und die Nutzung insbesondere von erneuerbaren Energien, das bislang größtenteils ungenutzt ist. Um bis zum Jahr 2030 Energie für alle zugänglich zu machen (SDG 7), werden jährlich mindestens 1 Billion USD benötigt – mehr als doppelt so viel wie derzeit in diesen Bereich investiert wird (VN, 2018). Von Kooperationen mit der Privatwirtschaft in Form von Public-Private-Partnerships versprechen sich Befürworter/innen Kapital und Expertise, an denen es im öffentlichen Sektor häufig mangelt. Doch werden so unternehmerische Interessen zu sehr in den Mittelpunkt gerückt? Bleiben ökologische Nachhaltigkeit sowie soziale Gerechtigkeit auf der Strecke?

Wir laden Sie herzlich ein, mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und der Entwicklungszusammenarbeit zu diskutieren, ob und wie Public-Private-Partnerships zu einer klimaverträglichen und sozial inklusiven Energieinfrastruktur in Subsahara-Afrika beitragen können.

Beiträge von: Alexander Demissie (The China Africa Advisory), Markus Henn (Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung e.V. (WEED)), Kathinka Kurz (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)), Dr. Rainer Quitzow (Institute for Advanced Sustainability Studies e.V. (IASS))


Kleinbäuerliche Landwirtschaft:
Von den Feldern des Globalen Südens bis in unsere Supermärkte?

22.05.2019 (15.30 - 19.00 Uhr)

Im Globalen Süden sind Kleinbäuerinnen und Kleinbauern zentrale Akteure für die Ernährungssicherung, sowohl für die Subsistenzwirtschaft als auch für Inlandsmärkte. Kleinbäuerliche Betriebe sind aber auch an globalen Wertschöpfungsketten beteiligt. Eine gängige Praxis sind Verträge mit großen Firmen, welche Saatgut und andere Inputs abgeben, die nach der Ernte zurückbezahlt werden müssen. Der Vorteil dabei ist die gesicherte Abnahme der Produkte. Jedoch können damit auch Ausbeutung und Produktionsrisiken einhergehen. Wenn bei Missernten oder tiefen Weltmarktpreisen Kredite für Inputs nicht zurückgezahlt werden können, kann das Landverlust zur Folge haben. Land ist meist einziger Gegenwert von solchen Krediten und Ausfallversicherungen sind selten. Von einem fairen „Geben und Nehmen“ kann daher nicht die Rede sein. Eine Studie von Oxfam zeigt, dass vor allem mächtige Händler von diesen Wertschöpfungsketten profitieren. Gemäß der Studie erhalten sie im Durchschnitt 51% des Endpreises von Agrarprodukten, während die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern nur 7% erhalten. In der Podiumsdiskussion fragen wir daher u.a., wie es möglich ist, einen Exportmarkt zu kreieren, der kleinbäuerliche Betriebe einen fairen und sicheren Absatz ermöglicht.

Beiträge von: Dr. Sabine Brüntrup-Seidemann (Deutsche Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit (DEval)), Norbert Lemken (Bayer AG), Lena Michelsen (INKOTA-netzwerk e.V.), Dr. Susanne Neubert (SLE), Prof. Dr. Stefan Ouma (Universität Bayreuth)

Weitere Informationen finden Sie im Veranstaltungsflyer.

 

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