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 Weltwassertag 2019

 

Weltwassertag 2019

Malische Bäuerinnen bei der Arbeit: Neue Bewässerungstechniken machen den Anbau von Kartoffeln und Gemüse möglich

Über die Hälfte Malis wird von Wüste und Halbwüste eingenommen. Die Agrarproduktion im klimatisch begünstigten Südteil des Landes ist in einem hohen Maße von Regenfällen abhängig, die während der sommerlichen Regenzeit (drei bis vier Monate) niedergehen. Die Regenfälle schwanken zunehmend, auch als Folge des weltweiten Klimawandels. In der Folge steigen sowohl das Dürrerisiko als auch das Risiko von Starkniederschlägen und Überschwemmungen. Beide Phänomene wirken sich negativ auf die Agrarproduktion und die sozioökonomische Situation von landwirtschaftlichen Produzent*innen aus.

Das GIZ-Programm zur Förderung der Kleinbewässerung in Mali (PAASIP) fördert die Anlage von kleinen Bewässerungsgebieten. Das Grüne Innovationszentrum der GIZ in Mali unterstützt die landwirtschaftlichen Produzent*innen dabei, die neu geschaffenen Bewässerungsflächen in Wert zu setzen. Zu diesem Zwecke führt das Grüne Innovationszentrum z.B. Trainingskurse zu verbesserten Anbaumethoden durch und fördert die Praktizierung neuer wassersparender Bewässerungstechniken. Die bisher erzielten Erfolge sind beeindruckend. Auf den neuen Bewässerungsflächen erzielen die landwirtschaftlichen Produzent*innen ein bis zwei zusätzliche Ernten während der Trockenzeit. Angebaut werden v.a. Gemüse und Kartoffeln. Die steigende Gemüse- und Kartoffelproduktion ermöglicht den Produzent*innen und ihren Familien eine Verbesserung ihrer Ernährung und die Erzielung zusätzlicher Einnahmen aus dem Verkauf der genannten Produkte. Zudem verringert sich die Anfälligkeit gegenüber den erwähnten Phänomenen des Klimawandels.

Im Rahmen seiner Zusammenarbeit mit dem Grünen Innovationszentrum unterstützt das SLE fünf malische landwirtschaftliche Aus- und Weiterbildungszentren u.a. bei der Erstellung von neuen praxisorientierten Trainings- und Beratungsmaterialien. Die Materialien ermöglichen eine effizientere Nutzung der knappen Ressource Bewässerungswasser und die Verbesserung des Gemüse- und Kartoffelanbaus. Ein intensiver Austausch mit Fachleuten und landwirtschaftlichen Produzent*innen ermöglicht die Einbeziehung von vorhandenem lokalem Wissen und die praxisnahe Erprobung der neuen Materialien. Zurzeit sind für das SLE der Projektkoordinator Guillaume Imbert und der externe Berater Kai Seebörger in Mali und beraten die beiden Partnerzentren in Sikasso und Katibougou.

 

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