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Trans-SEC

Innovating pro-poor Strategies to safeguard Food Security using Technology and Knowledge Transfer

Trans-SEC ist ein internationales und interdisziplinäres Konsortium, das aus 14 Partnern besteht und insgesamt mehr als 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie zahlreiche weitere Akteure umfasst. Das Forschungskonzept zielt auf die Sicherung des Ernährungssystems für die kleinbäuerliche Landwirtschaft in zwei Regionen Tansanias ab und umfasst folgende Schwerpunkte:

a) Die Etablierung eines nachhaltigen deutsch-afrikanischen Netzwerks für Forschung, Entwicklung und Innovationen im tansanischen Ernährungssystem;

b) die Analyse und Identifizierung derzeitiger Probleme in der Nahrungsmittelversorgung;

c) die partizipative Entwicklung von lokal und regional angepassten nachhaltigen Strategien zur Stabilisierung der Nahrungsmittel-Wertschöpfungskette und die Prüfung auf ihre Anwendbarkeit.

Trans-SEC hat zum Ziel, innovative Strategien (neue, erfolgreiche gute Praxis) entlang der Wertschöpfungsketten von Nahrungsmitteln im Bereich des kleinbäuerlichen Regenfeldbaus in Tansania zu identifizieren, zu übertragen und an die Standortbedingungen anzupassen. Dazu werden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Forschungseinrichtungen Aktionsforschung in vier Dörfern (4000 Haushalte) der Zielregionen Morogoro und Dodoma durchführen.

Ausführendes Institut: Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF)

Die Rolle des SLE:

Verbundprojekte sind nicht nur ein fachlich anspruchsvolles Vorhaben, sondern sie stellen aufgrund der Vielzahl beteiligter Institutionen, Fakultäten und Personen, die z.T. aus unterschiedlichen regionalen, fachlichen, sektoralen und kulturellen Zusammenhängen kommen, auch immer wieder eine Herausforderung für Kommunikation und Zusammenarbeit dar. Mit dem Zusammentreffen verschiedener Hintergründe, Zielsetzungen und Interessen sind daher Reibungspunkte vorhersehbar. Diese sorgen dafür, dass Verbundprojekte häufig mit zahlreichen Auseinandersetzungen zwischen Institutionen, Organisationen und Menschen einhergehen.

Damit diese Auseinandersetzungen produktiv bleiben und nicht zu Konflikten ausufern, hat Trans-SEC schon bei der Planung eine Konfliktpräventionskomponente inklusive Mediation eingebaut. Dirk Sprenger, langjähriger Trainer des SLE im Bereich Konfliktmanagement und Mediation, vertritt das SLE in Trans-SEC mit der Umsetzung dieser Konfliktpräventionskomponente, mit der er das Gesamtprojekt über die Laufzeit von 3+2 Jahren kontinuierlich begleitet.

Zur Umsetzung der Komponente gehören Dienstleistungen wie Workshops und Trainings, Moderationen, Coaching/Supervision von Individuen und Gruppen sowie Mediationen.

Neben dem Durchführungsteil gibt es in der Komponente auch einen begleitenden Forschungsteil. Hier sind das Institut für Konfliktmanagement der Europa-Universität Viadrina Frankfurt und zwei Doktorandinnen wesentliche Akteure. Erforscht wird, wie Konfliktpräventionssysteme in großen Verbundprojekten wirksam sein können. Zwar gibt es umfangreiche Erfahrungswerte aus der Wirtschaft, mit dem Blick auf internationale Verbundprojekte jedoch wird größtenteils Neuland betreten.

Komponentendurchführung: Dirk Sprenger

Ansprechpartnerin für das SLE: Dr. Susanne Neubert

Projektdauer: 3+2 Jahre (2013 - 2018)